Was sind die Unterschiede zwischen dem Humanistischen Verband Österreich und der Humanistischen Gemeinschaft Österreich?

Als Humanistische Gemeinschaft Österreich haben wir mit dem Humanistischen Verband Österreich viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede.

Einer der größten Unterschied ist, dass wir eine rechtliche Gleichberechtigung und Gleichstellung zu den Religionen einfordern und anstreben. Wir wollen – wie die Religionsgemeinschaften – als eigene Weltanschauungsgemeinschaft bzw. Religionsgemeinschaft anerkannt werden und ab 17.000 Mitglieder auch einen eigenen Religionsunterricht (den wir Humanistische Lebenskunde nennen) und Humanistische Seelsorge in Spitälern, usw. erteilen. Aus diesen und weiteren Gründen bezeichnen bzw. konstituieren wir uns auch nicht als Verein (wie der Humanistische Verband Österreich), sondern als religiöse Bekenntnisgemeinschaft, wobei wir die Wörter “Weltanschauung” und “Religion” als äquivalent ansehen bzw. verstehen.

Weiters heißen wir auch religiöse und spirituelle Menschen willkommen, die ebenfalls eine liberale, weltoffene und humanistische Form von Religion vertreten. Historisch geht die Humanistische Gemeinschaft Österreich auf die Freireligiöse Bewegung und die Unitarier und Universalisten zurück. Mit diesen fühlen und sind wir uns auch weiterhin verbunden. Wir sind eine weltoffene und liberale Gemeinschaft, die nicht nur Atheisten, Agnostikern und Pantheisten offen steht, sondern eben auch Theisten und spirituellen Menschen, die mehr als nur einen “Verein” suchen, sondern eine Gemeinschaft in der Ethik, Moral, Tugenden, Spiritualität und Religion groß geschrieben und nicht abgelehnt und verdrängt wernden.

Weiteres in Kürze!

Monotheismus – Judentum, Christentum, Islam und die Bahai-Religion – Aufklärung und Humanismus als wirkungsvolles Gegenmittel

Als Monotheismus wird die religiöse und weltanschauliche Überzeugung bezeichnet, wenn Menschen an einen konkreten Gott glauben und diesen Glauben absolut setzen. Bekannte monotheistische Religionen sind unter anderem das Judentum, das Christentum, der Islam und die Bahai-Religion.

Wir als Humanisten und Humanisten vertreten jedoch keine solche Überzeugung und denken, dass jede Form von Gottesglaube von Menschen erschaffen wurde und nur als von Menschen erschaffener Glaube existiert. Man kann diesen monotheistischen Glauben – in welcher Form auch immer – als Kulturprodukt bezeichnen, ähnlich wie die Kunst oder die Literatur.

Jedoch halten wir es für viel wichtiger und von grundlegend vernünftigt den Menschen viel mehr die Aufklärung und den Humanismus näher zu bringen. Geschichtlich hat sich gezeigt, dass die Länder, in denen die Aufklärung und der Humanismus einen großen Einfluß haben und hatten, viel humaner und ein stabileres Sozial- und Gesellschaftssystem haben als Länder, in denen die monotheistischen Religionen noch immer viel zu sehr verbreitet sind.

Viel mehr müssen wir Menschen darauf aufmerksam machen, wie hilfereich und positiv die Aufklärung und der Humanismus ist. Dieses Denken hilft uns, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Mehr soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit entwickelt sich, wo die Aufklärung und der Humanismus zu wirken beginnt, auch wenn dies nicht immer sofort sichtbar ist.

Die Aufklärung und die er Humanisus sind eine Art wirkungsvolles Gegenmittel gegen Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Zwist zwischen den Menschen. Es gilt mit diesem wirkungsvollem Gegenmittel den Monotheismus zu überwinden, damit unsere Welt ein gerechterer und humanerer Ort werden kann.

Naturverbundenheit (Ritus der Naturverbundenheit)

Tiefe Naturverbundenheit – Lebe naturverbunden mit der Humanitischen Gemeinschaft Österreich leben!

Auf eigenen Wunsch hin haben die Mitglieder der Humanitischen Gemeinschaft Österreich die Möglichkeit naturverbunden zu leben. Dieser humanistisch-naturverbundene Lebensweg wird auch Ritus der Naturverbundenheit genannt.

Als naturverbundene Menschen glauben wir zusätzlich zu den den Grundsätzen der Humanistischen Gemeinschaft Österreich ebenso an folgende Grundsätze der Naturverbundenheit:

  • Wir glauben, dass die Natur ein schöpferisches Wesen hat
  • Wir glauben, dass die Natur mehr als nur Materie ist
  • Wir glauben, dass wir Naturschutz an die erste Stelle setzen müssen
  • Je öfters wir durch die Natur gehen, desto besser ist es
  • Wir können die Kräfte der Natur aufnehmen und sie für Gutes in der Welt nutzen

Glückwünsche an die Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich

Wir beglückwünschen die Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich für die Erreichung der Mitgliederzahl von 300 Mitgliedern!

Ebenfalls wünschen wir viel Glück für das kommende staatliche Anerkennungsverfahren durch das österreichische Kultusamt.

Ebenso wünschen wir auch weiterhin alles Gute für die Erreichung aller weiteren Ziele der ARG, speziell der gesetzlichen Gleichstellung von (religiösen) AtheistInnen und den Mitgliedern anderer Religionsgemeinschaften in Österreich!

Pantheismus (pantheistischer Ritus)

Pantheismus erleben – Lebe pantheistisch mit der Humanitischen Gemeinschaft Österreich leben!

Auf eigenen Wunsch hin haben die Mitglieder der Humanitischen Gemeinschaft Österreich die Möglichkeit pantheistisch zu leben. Dieser humanistisch-pantheistische Lebensweg wird auch pantheistischer Ritus (=Pantheismus) genannt.

Als Pantheisten und Pantheistinnen glauben wir zusätzlich zu den den Grundsätzen der Humanistischen Gemeinschaft Österreich ebenso an folgende Grundsätze des Pantheismus:

  • Wir glauben, dass in allem, was existiert etwas Göttliches inne wohnt.
  • Wir sind ein Teil dieses großen göttlichen Ganzen
  • Wir stehen in einem größen Zusammenhang zu dem größeren Ganzen
  • Wir glauben an eine schöpferische Kraft, die allen Dingen inne wohnt. Diese göttliche Kraft gilt es zu ehren und zu leben. Manche nennen sie Gott oder auch schöpferische Lebenskraft
  • Wir glauben an persönliche (spirituelle/ religiöse) Erfahrungen, die dem Göttlichen in allen Dingen entspringt
  • Durch religiöse Praktiken wie Meditation und Gebet können wir uns dem Göttlichen bewusster werden und neue Kraft tanken

Religion für Atheisten? Alain de Botton im Gespräch

Religion und Moderne – Gibt es da eine Verbindung? Viele Hardcore-Atheisten würden das wohl bestreiten. Alain de Botton versucht stattdessen eher Religionen auch als Quelle für die heutige Zeit fruchtbar zu machen. Neben Dogmatik und blindem Glauben bieten Religionen auch viele nützliche Dinge, wie Rituale, Gebete, Predigen, usw.

Da wir als Humanistische Gemeinschaft sowohl Atheisten als auch religionsinteressierten Humanisten (also jene Menschen, die sich für Religionen interessieren, aber wissen, dass der “Glaube” der Religionen irrational ist) offen stehen, wollen wir alle HumanistInnen, aber auch AtheistInnen dazu einalden dem Philosophen Alain de Botton zu lauschen!

Viel Spaß dabei wünsch die Humanistische Gemeinschaft Österreich!